Performance kann im Reporting entstehen
Fou erinnert an frühere Click-Fraud- und Attribution-Streitfälle, um ein grundsätzliches Problem zu zeigen: Ein Vendor kann wie ein starker Performance-Treiber aussehen, wenn sein Reporting Verkäufe beansprucht, die ohnehin eingetreten wären.
Dafür braucht es keine Bots
Nicht-inkrementelle Attribution kann vollständig mit echten Menschen entstehen. Wer nur auf Bot- oder IVT-Raten schaut, übersieht deshalb einen wesentlichen Teil der wirtschaftlichen Qualitätsfrage.
Mehrere Plattformen können denselben Verkauf beanspruchen
Wenn Google, Meta, TikTok, DSPs oder andere Vendoren jeweils Conversion-Zahlen melden, dürfen diese nicht automatisch addiert werden. Attribution Windows und Modelle können denselben realen Kauf mehreren Touchpoints zuschreiben.
Inkrementalität beantwortet die eigentliche Wirkungsfrage
Die zentrale Frage lautet: Welche Verkäufe oder Leads wären ohne die Werbemassnahme nicht entstanden? Für diese Antwort braucht es je nach Setup Experimente, Kontrollgruppen, Holdouts, Baselines oder andere kausale Designs.
Trafficqualität und Wirkung getrennt steuern
Forensik kann zunächst prüfen, ob Auslieferung und Traffic real und plausibel sind. Wirkungsanalyse prüft anschließend, welchen zusätzlichen Geschäftseffekt diese reale Auslieferung erzeugt hat. Beide Ebenen sind notwendig, aber methodisch nicht identisch.
Dieser Beitrag beschreibt Prinzipien und Fragestellungen. Konkrete Fraud-, Bot- oder Qualitätswerte sind ohne Kenntnis von Messmethode, Scope und Datenbasis nicht direkt auf einzelne Kampagnen übertragbar.